OFFIZIELL VERIFIZIERT
Deutscher Aquapony Verband e.V.
Mitglied des DOSB

Aquapony ist eine olympische Disziplin, die die Präzision des Reitsports mit der Athletik des Wassersports vereint. Seit der offiziellen Aufnahme in das olympische Programm im Jahr 2020 hat sich der Sport zu einer der spektakulärsten und anspruchsvollsten Disziplinen der Spiele entwickelt.
Die Athletinnen und Athleten absolvieren einen anspruchsvollen Parcours, bei dem Pferd und Reiter gemeinsam Hindernisse in und über dem Wasser bewältigen. Bewertet werden Technik, Harmonie zwischen Reiter und Pferd, Geschwindigkeit sowie die Eleganz der Wasserpassagen.
Deutschland gehört seit Beginn zu den führenden Nationen im internationalen Aquapony und hat sich durch konsequente Nachwuchsförderung und herausragende Trainingsstrukturen an der Weltspitze etabliert.
Das deutsche Nationalteam trainiert unter der Leitung von Cheftrainer Marcel Christen an mehreren Standorten in Deutschland und bereitet sich auf die kommenden internationalen Wettkämpfe vor.
2020
Aufnahme ins olympische Programm
40+
Teilnehmende Nationen weltweit
3
Wettbewerbsformate (Einzel, Team, Kür)
Die Athleten durchqueren mit ihren Ponys verschiedene Wasserhindernisse – von flachen Durchreitbecken bis zu tiefen Schwimmpassagen. Die Harmonie zwischen Reiter und Pony im Wasser ist entscheidend.
Ein technisch anspruchsvoller Hindernisparcours, der sowohl im Trockenen als auch im Wasser absolviert wird. Fehlerfreies Reiten und exaktes Timing sind der Schlüssel zum Erfolg.
In der Kür präsentieren die Athleten eine choreografierte Abfolge von Elementen im und über dem Wasser. Bewertet werden Kreativität, technische Schwierigkeit und die Ausführungsqualität.
Speziell entwickelter, wasserdichter Sattel mit erhöhtem Schwerpunkt und rutschfester Sitzfläche. Muss FEI-zertifiziert sein und darf maximal 4,5 kg wiegen.
Neoprenanzug (3–5 mm), CE-zertifizierter Helm mit Visier, Schwimmweste der Klasse 50N und wasserresistente Handschuhe. Alle Materialien müssen salzwasserfest sein.
Wasserresistente Trensen aus Titan oder Edelstahl mit weichen Gummigebissen. Das Zaumzeug verfügt über Schnellverschlüsse für Notfallsituationen im Wasser.
Alle Ausrüstungsgegenstände müssen den aktuellen FEI-Sicherheitsstandards entsprechen und werden vor jedem offiziellen Wettbewerb von Kampfrichtern überprüft. Das Nationalteam arbeitet eng mit Ausrüstungsherstellern zusammen, um die Sicherheit und Performance kontinuierlich zu verbessern.
Jeder Athlet tritt mit einem speziell ausgebildeten Pony an. Die Ponys müssen eine aquatische Zertifizierung nachweisen, die Schwimmfähigkeit, Temperament und Gesundheit umfasst.
Eine internationale Jury bewertet Technik (40%), Harmonie (30%), Kreativität (20%) und Gesamteindruck (10%). Bei Gleichstand entscheidet die Harmonie-Wertung.
Qualifikation, Halbfinale und Finale. Die besten 8 Athleten treten im Finale um Gold an. Es gibt Einzel-, Team- und Kür-Wettbewerbe.
Die Wettkampfarena ist ein rechteckiges Wasserbecken von 30×20 Metern mit einer Tiefe von 1,0 bis 1,5 Metern. Die Wassertemperatur muss zwischen 18°C und 24°C liegen. Pro Durchgang stehen den Athleten 5–7 Minuten zur Verfügung. Die Ponys müssen jederzeit den Kopf über Wasser halten können.
Die Ursprünge des Aquapony liegen in der französischen Camargue, wo die berühmten Gardians seit Jahrhunderten ihre Pferde durch die Lagunen und Sümpfe der Region treiben. Diese Tradition des Reitens im Wasser inspirierte Anfang der 2010er Jahre eine Gruppe französischer und deutscher Sportler, daraus einen modernen Wettkampfsport zu entwickeln.
Die Fédération Française d'Équitation (FFE) war einer der ersten Verbände, der Aquapony als Pilotsportart anerkannte. Gemeinsam mit dem Deutschen Aquapony Verband e.V. wurden einheitliche Regeln, Sicherheitsstandards und Ausbildungswege geschaffen.
Beim olympischen Debüt 2024 in Paris wurde die besondere Verbindung beider Nationen sichtbar: Deutschland holte Gold im Einzelwettbewerb durch Marcel Christen, während Frankreich Silber im Teamwettbewerb gewann. Ein Symbol für die gemeinsame Geschichte des Sports.
KOOPERATIONSABKOMMEN
Seit 2015 besteht ein offizielles Kooperationsabkommen zwischen dem deutschen und dem französischen Verband. Es umfasst gemeinsame Trainingslager, Austauschprogramme für Nachwuchsathleten und die koordinierte Weiterentwicklung der Wettkampfregeln.
GEMEINSAME TRAININGSLAGER
Jährlich finden zwei bis drei gemeinsame Trainingslager statt – abwechselnd in der Camargue und an deutschen Küstenstandorten. Das deutsche Nationalteam profitiert dabei besonders von den natürlichen Wasserlandschaften Südfrankreichs.
ZUKUNFTSVISION
Beide Verbände arbeiten gemeinsam an der Bewerbung für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles und planen die Gründung einer bilateralen Aquapony-Akademie für Nachwuchstalente.
Erste experimentelle Reitwettbewerbe im Wasser in der Camargue, Südfrankreich – inspiriert von den traditionellen Gardians, die ihre Pferde durch die Lagunen der Region treiben.
Erste internationale Aquapony-Demonstrationswettbewerbe in den Niederlanden. Die Fédération Française d'Équitation (FFE) erkennt Aquapony als Pilotsportart an.
Gründung des Deutschen Aquapony Verbands e.V. in München. Deutsch-französische Kooperation zur Entwicklung einheitlicher Wettbewerbsregeln.
Anerkennung durch die FEI als offizielle Reitsportdisziplin. Frankreich und Deutschland richten gemeinsam die erste Weltmeisterschaft aus.
Erste offizielle Europameisterschaft in Rotterdam. 22 Nationen nehmen teil.
Aufnahme in das olympische Programm durch das IOC – maßgeblich vorangetrieben durch die deutsch-französische Bewerbung.
Olympisches Debüt in Paris – Marcel Christen gewinnt Gold für Deutschland. Frankreich holt Silber im Teamwettbewerb.
Lerne die Athleten kennen, die Deutschland international vertreten.
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